„Telekom könnte auch bei Niederlage vor Gericht schadlos bleiben“

Am heutigen Dienstag findet (von vielen unbeachtet) der zweite Termin im Telekom-Prozess statt. 15.000 Anleger verlangen Schadensersatz, weil sie durch falsche Angaben in den Prospekten beim zweiten und dritten Börsengang irregeführt worden seien.
Beck-Online zitiert den Tagesspiegel, wonach die Telekom beabsichtigt, bei Unterliegen im gegen sie geführten Prospekthaftungsprozess bei der KfW schadlos halten will. Die KfW behauptet, hierfür gäbe es keine Grundlage.
Interessanter dürfte die Vorfrage sein, inwieweit die Telekom überhaupt Aktien ihrer Aktionäre mit Millionenaufwand beworben hat – und wieso sie insofern prospektverantwortlich sein soll. Denn die KfW sagt selbst, „bei dem Vorgang habe es sich um eine Sekundärmarktplatzierung von Aktien der Deutsche Telekom AG, die die KfW zu einem früheren Zeitpunkt vom Bund gekauft hatte gehandelt“. Ob dies wirklich der in §§ 44 f. BörsG gemeinte „Primärmarkt“ ist, ist fraglich…

Trading, Clearing & Settlement: Takeover Protection through national Competition Agencies?

On August 3, 2005, the British Competition Commission issued its provisional finding on Deutsche Boerse’s and Euronext’s takeover bids for LSE. According to that finding, both bids for LSE would result in a significant lessening of competition in the provision of trading services in the UK. If Deutsche Boerse took over the LSE, the regulators would inter alia require Deutsche Boerse to relinquish control of Eurex, which contributed more than half of Deutsche Boerse’s annual profits in 2004. Euronext would be required to relinquish its grip on LCH.Clearnet, the LSE’s current provider of clearing services. Even if both potential acquirers would commit to these requirements, the British agency does not rule out the possibility of prohibiting both bids as the only means to resolve the anticipated competition concerns.