Festschrift für Bruno Kübler

Notiert sei eine Festschrift mit vorwiegend insolvenzrechtlichen Beiträgen. Sie ist dem Rechtsanwalt, Insolvenzverwalter und Verleger Bruno M. Kübler zum 70 Geburtstag gewidmet. Interessanterweise hebt das Vorwort hervor, dass er „zu der seltenen Spezies Insolvenzverwalter gehört, die unternehmerisches Denken mit scharfsinniger juristischer Analyse verbinden können“ – da können sich manche bedanken, denen nur das eine oder das andere zugetraut wird.

Die Beiträge der FS stammen von Insolvenzverwaltern, Rechtsanwälten, Richtern, Ministerialbeamten und Professoren. Zahlreiche Aufsätze haben einen direkten Bezug zum Unternehmensrecht.

 

Festschrift zum 80. Geburtstag von Rolf A. Schütze

Das Vorwort sagt über den Wirtschaftsrechtsanwalt: „Er ist kein Dichter, der vom verlorenen Atlantis träumt. Substanzloses Pathos und das bloß Fragmentarische sind seine Sache nicht. Die schlaffen Pointen postmoderner Philosophen und Zeitgeistdeuter lassen ihn kalt. Er stand und steht stets im Center Court auf allen Feldern des Rechts. Er ist Vordenker und Visionär, aber nicht bitterernst, sondern mit Charme und Grandezza.“ Die Beiträge in der (zweiten) Festschrift (die erste war zum 65.) widmen sich ganz überwiegend dem internationalen Zivilprozess- und Schiedsverfahrensrecht (Inhaltsverzeichnis). Für den Unternehmensrechtler mögen insbesondere diese Aufsätze von Interesse sein:

  • Anatol Dutta, Grenzüberschreitendes Cash-Pooling

Festschrift für Rolf Wank zum 70. Geburtstag

Und wieder gilt es eine Festschrift anzuzeigen. Sie ist dem zuletzt an der Universität Bochum tätigen Rolf Wank gewidmet, über dessen Forschung das Vorwort sagt: Die Themen „erstrecken sich von seinem Haupttätigkeitsfeld – dem Arbeitsrecht – über das allgemeine Zivilrecht, das Sozialrecht und das Gesellschaftsrecht bis hin zu seiner großen Liebe und Leidenschaft, der Methodenlehre.“ Hingewiesen sei auf folgende Beiträge, die den Gesellschafts-Unternehmensrechtler interessieren mögen:

J.H.Bauer, Ausgewählte Probleme der AGB-Kontrolle von Anstellungsverträgen vertretungsberechtigter Organmitglieder

Oetker, Sozialplandotierung in konzernabhängigen Unternehmen durch die Einigungsstelle im Schnittfeld von Arbeits- und Gesellschaftsrecht

Festschrift für Helmut Köhler zum 70. Geburtstag

Eine Festschrift für den Münchener Gelehrten, der vor allem im Recht gegen den unlauteren Wettbewerb und im allgemeinen Zivilrecht aktiv war und ist. So sind auch die Beiträge dieser großen Festschrift ganz überwiegend wettbewerbsrechtlichen Gegenständen gewidmet. Der „Corporate“-Unternehmensrechtler sei auf den Aufsatz von Fastrich aufmerksam gemacht: „Die Anrechnung des Werts von Sachleistungen auf die Geldeinlagepflicht im GmbH-Recht – ein neues Rechtsinstitut?“.

Festschrift für Mark K. Binz zum 65. Geburtstag

Familienunternehmen im Fokus von Wirtschaft und Wissenschaft – so lautet der Titel der Festschrift für den bekannten Stuttgarter Wirtschaftsanwalt. Ein imposantes Werk mit über 100 Beiträgen aus unterschiedlichster Perspektive. Die Festschrift ist im C.H.Beck-Verlag erschienen. Der Verleger schreibt im Geleitwort: „Wenn ich selbst als Familienunternehmer in der sechsten Generation in den Beiträgen blättere, entdecke ich sehr viel Bekanntes und Vertrautes. … Viele Beiträge kreisen um Fragen der Nachfolgegestaltung in Familienunternehmen, aber auch um das besondere Konfliktpotential, das bei Familienunternehmen entstehen kann. Der Ansatzpunkt dieser Beiträge ist häufig nicht nur juristisch, sondern auch wirtschaftswissenschaftlich, sozialwissenschaftlich oder gar psychologisch.“

Ulrich Seibert: 60!

Professor Dr. Ulrich Seibert vollendet heute sein 60. Lebensjahr. Der Satz ist bewusst im Aktiv geschrieben, denn genau das zeichnet den Jubilar aus. Gut ein Drittel der Lebensjahre hat er beruflich dem Gesellschaftsrecht gewidmet – und zwar dem Legal Design, wie er es zuweilen nennt. Der Jubilar ist als Ministerialrat im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz tätig und dort Referatsleiter für Gesellschaftsrecht, Corporate Governance. Seit dem Jahr 2001 ist er Honorarprofessor an der Juristischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Die Reformgesetze zum Aktienrecht – vom Gesetz über die kleine Aktiengesellschaft (1994) bis zum ARUG (2009) – sowie zur GmbH das MoMiG (2008) sind von ihm betreut worden. Betreuung ist ein schillernder Begriff, hier in den Ausprägungen: anregen, konzipieren, begleiten, durchsetzen. Selbstverständlich hat die Politik das Primat und das Parlament beschließt die Gesetze. Aber ohne den sowohl kundigen als auch gewandten Gesetzgebungsreferenten wäre das Gesellschaftsrecht im Spiel der Kräfte weniger am Ball. Über seine Denk- und Arbeitsweise hat Ulrich Seibert in der FS Wiedemann (2002, S. 123) Lesenswertes geschrieben; gerne publiziert er über Hintergründe und Mechanismen legislatorischer Aktivitäten im Unternehmensrecht (zuletzt etwa zum „Schwarze-Peter-Spiel um das VW-Gesetz“, AG 2013, 904). Bemerkenswert, wie er den Spagat schafft, als hoher Beamter loyal den verschiedenen Regierungen bzw. Minister(innen) zu dienen (ja: dienen), jedoch über die beiden Jahrzehnte eine eigene Handschrift zu wahren und ihr in fast 200 Veröffentlichungen Ausdruck zu geben. Der selbstbewusst-lässig Auftretende ist ein gern gesehener Referent, der wohldosiert sein Publikum mit Happen aus der Gesetzesküche füttert.

Festschrift für Eberhard Stilz zum 65. Geburtstag

Am 31.5.2014 zum 65. Geburtstag nach einem Besuch auf dem Hohenasperg überreicht: die Festschrift für Eberhard Stilz. Der Jubilar ist hoher Richter in Baden-Württemberg; insbesondere dem Aktienrecht ist er durch den Kommentar Spindler/Stilz verbunden. Die Beiträge in der Festschrift sind Spiegel und Fundgrube für das zeitgenössische deutsche Gesellschaftsrecht – und daher Pflichtlektüre.

Ehrung für Marcus Lutter

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Marcus Lutter wurde in der vorigen Woche mit einem Preis für sein Lebenswerk geehrt. Den Preis verlieh die größte deutsche Aktionärsvereinigung, die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V., welcher der Geehrte über 40 Jahren mit Rat und Tat zu Seite stand.


Lutter schrieb vor 40 Jahren über den „Aktionär in der Marktwirtschaft“ (Auszüge Google):

Prof. Dr. Heribert Hirte, MdB

Heribert Hirte hat das Direktmandat in einem Kölner Wahlkreis errungen. Es ist sehr selten, dass aus der hauptamtlichen Universitätsprofessorenschaft sich einer traut und durchsetzt. Einer aus der „raren Spezies“ ist jetzt Mitglied des Deutschen Bundestages. Herzlichen Glückwunsch an den Kollegen! Prof. Dr. Heribert Hirte LL.M. (Berkeley) ist Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Wirtschaftsrecht an der Universität Hamburg und allen am Unternehmensrecht Interessierten sehr gut bekannt.

Düsseldorfer Honorarprofessur für RiBGH Dr. Strohn

Der stellvertretende Vorsitzende des II. Zivilsenats des BGH, Dr. Lutz Strohn, wurde zum Honorarprofessor an der Juristischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ernannt. Professor Dr. Strohn war schon bei Errichtung einer Juristischen Fakultät (1992) an der Universität als Lehrbeauftragter engagiert; seit 2007 hält er Kolloquien über die Rechtsprechung im Gesellschaftsrecht und wirkt an Seminaren bzw. Vorträgen mit. Er wurde 1951 geboren. Nach Studium und Promotion im Konzernrecht (bei Prof. Dr. Wiedemann in Köln) wurde er 1979 Richter in Wuppertal und Düsseldorf (zuletzt Vorsitzender Richter am OLG), seit 2003 beim BGH. Er ist Mitherausgeber eines HGB-Kommentars und eines Gesamtkommentars zum Gesellschaftsrecht sowie Autor zahlreicher Beiträge in Fachzeitschriften und Festschriften.