Festschrift für Peter-Christian Müller-Graff zum 70. Geburtstag

Eine nach Inhalt und Umfang wirklich große Festschrift ist zu notieren: „Privatrecht, Wirtschaftsrecht, Verfassungsrecht – Privatinitiative und Gemeinwohlhorizonte in der europäischen Integration“, hrsg. von C.Stumpf, Kainer und Baldus. Geehrt wird Peter-Christian Müller-Graff, Professor für Bürgerliches Recht, Handelsrecht und Wirtschaftsrecht, Europarecht und Rechtsvergleichung in Heidelberg. Neben vielen sehr interessanten Beiträgen aus dem weiten Feld des (europäischen) Wirtschafts(verfassungs)rechts ist auch das Gesellschaftsrecht in der FS gut vertreten, zum Beispiel:

  • Carsten Schäfer: Gesellschafterrechte in der „strategischen Insolvenz“
  • Peter Hommelhoff: Mehr Europa für die Europäische Aktiengesellschaft?
  • Christoph Teichmann: Die europäische Verhandlungslösung als Impuls für das deutsche Mitbestimmungsrecht

Festschrift für Wilhelm Haarmann zum 65. Geburtstag

Zum 65. Geburtstag des Frankfurter Anwalts, eines „Dreibändermannes“, erschien vor kurzem eine Festschrift. Sie enthält überwiegend steuerrechtliche Beiträge, aber auch zum Gesellschaftsrecht und zu M&A-Fragen. Zwei Aufsätze befassen sich mit der Vorstandshaftung (K.Schmidt, Wilsing), ferner zur grenzüberschreitenden Mobilität von Kapitalgesellschaften (Marsch-Barner), zur Einziehung von Geschäftsanteilen bei der GmbH (Pentz/Maul) und zum Schadensersatz in Post-M&A-Streitigkeiten (Elsing) und manches mehr. Hier das Inhaltsverzeichnis.

 

Festschrift für Bruno Kübler

Notiert sei eine Festschrift mit vorwiegend insolvenzrechtlichen Beiträgen. Sie ist dem Rechtsanwalt, Insolvenzverwalter und Verleger Bruno M. Kübler zum 70 Geburtstag gewidmet. Interessanterweise hebt das Vorwort hervor, dass er „zu der seltenen Spezies Insolvenzverwalter gehört, die unternehmerisches Denken mit scharfsinniger juristischer Analyse verbinden können“ – da können sich manche bedanken, denen nur das eine oder das andere zugetraut wird.

Die Beiträge der FS stammen von Insolvenzverwaltern, Rechtsanwälten, Richtern, Ministerialbeamten und Professoren. Zahlreiche Aufsätze haben einen direkten Bezug zum Unternehmensrecht.

 

Festschrift zum 80. Geburtstag von Rolf A. Schütze

Das Vorwort sagt über den Wirtschaftsrechtsanwalt: „Er ist kein Dichter, der vom verlorenen Atlantis träumt. Substanzloses Pathos und das bloß Fragmentarische sind seine Sache nicht. Die schlaffen Pointen postmoderner Philosophen und Zeitgeistdeuter lassen ihn kalt. Er stand und steht stets im Center Court auf allen Feldern des Rechts. Er ist Vordenker und Visionär, aber nicht bitterernst, sondern mit Charme und Grandezza.“ Die Beiträge in der (zweiten) Festschrift (die erste war zum 65.) widmen sich ganz überwiegend dem internationalen Zivilprozess- und Schiedsverfahrensrecht (Inhaltsverzeichnis). Für den Unternehmensrechtler mögen insbesondere diese Aufsätze von Interesse sein:

  • Anatol Dutta, Grenzüberschreitendes Cash-Pooling

Festschrift für Rolf Wank zum 70. Geburtstag

Und wieder gilt es eine Festschrift anzuzeigen. Sie ist dem zuletzt an der Universität Bochum tätigen Rolf Wank gewidmet, über dessen Forschung das Vorwort sagt: Die Themen „erstrecken sich von seinem Haupttätigkeitsfeld – dem Arbeitsrecht – über das allgemeine Zivilrecht, das Sozialrecht und das Gesellschaftsrecht bis hin zu seiner großen Liebe und Leidenschaft, der Methodenlehre.“ Hingewiesen sei auf folgende Beiträge, die den Gesellschafts-Unternehmensrechtler interessieren mögen:

J.H.Bauer, Ausgewählte Probleme der AGB-Kontrolle von Anstellungsverträgen vertretungsberechtigter Organmitglieder

Oetker, Sozialplandotierung in konzernabhängigen Unternehmen durch die Einigungsstelle im Schnittfeld von Arbeits- und Gesellschaftsrecht

Festschrift für Helmut Köhler zum 70. Geburtstag

Eine Festschrift für den Münchener Gelehrten, der vor allem im Recht gegen den unlauteren Wettbewerb und im allgemeinen Zivilrecht aktiv war und ist. So sind auch die Beiträge dieser großen Festschrift ganz überwiegend wettbewerbsrechtlichen Gegenständen gewidmet. Der „Corporate“-Unternehmensrechtler sei auf den Aufsatz von Fastrich aufmerksam gemacht: „Die Anrechnung des Werts von Sachleistungen auf die Geldeinlagepflicht im GmbH-Recht – ein neues Rechtsinstitut?“.

Festschrift für Mark K. Binz zum 65. Geburtstag

Familienunternehmen im Fokus von Wirtschaft und Wissenschaft – so lautet der Titel der Festschrift für den bekannten Stuttgarter Wirtschaftsanwalt. Ein imposantes Werk mit über 100 Beiträgen aus unterschiedlichster Perspektive. Die Festschrift ist im C.H.Beck-Verlag erschienen. Der Verleger schreibt im Geleitwort: „Wenn ich selbst als Familienunternehmer in der sechsten Generation in den Beiträgen blättere, entdecke ich sehr viel Bekanntes und Vertrautes. … Viele Beiträge kreisen um Fragen der Nachfolgegestaltung in Familienunternehmen, aber auch um das besondere Konfliktpotential, das bei Familienunternehmen entstehen kann. Der Ansatzpunkt dieser Beiträge ist häufig nicht nur juristisch, sondern auch wirtschaftswissenschaftlich, sozialwissenschaftlich oder gar psychologisch.“

Ulrich Seibert: 60!

Professor Dr. Ulrich Seibert vollendet heute sein 60. Lebensjahr. Der Satz ist bewusst im Aktiv geschrieben, denn genau das zeichnet den Jubilar aus. Gut ein Drittel der Lebensjahre hat er beruflich dem Gesellschaftsrecht gewidmet – und zwar dem Legal Design, wie er es zuweilen nennt. Der Jubilar ist als Ministerialrat im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz tätig und dort Referatsleiter für Gesellschaftsrecht, Corporate Governance. Seit dem Jahr 2001 ist er Honorarprofessor an der Juristischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Die Reformgesetze zum Aktienrecht – vom Gesetz über die kleine Aktiengesellschaft (1994) bis zum ARUG (2009) – sowie zur GmbH das MoMiG (2008) sind von ihm betreut worden. Betreuung ist ein schillernder Begriff, hier in den Ausprägungen: anregen, konzipieren, begleiten, durchsetzen. Selbstverständlich hat die Politik das Primat und das Parlament beschließt die Gesetze. Aber ohne den sowohl kundigen als auch gewandten Gesetzgebungsreferenten wäre das Gesellschaftsrecht im Spiel der Kräfte weniger am Ball. Über seine Denk- und Arbeitsweise hat Ulrich Seibert in der FS Wiedemann (2002, S. 123) Lesenswertes geschrieben; gerne publiziert er über Hintergründe und Mechanismen legislatorischer Aktivitäten im Unternehmensrecht (zuletzt etwa zum „Schwarze-Peter-Spiel um das VW-Gesetz“, AG 2013, 904). Bemerkenswert, wie er den Spagat schafft, als hoher Beamter loyal den verschiedenen Regierungen bzw. Minister(innen) zu dienen (ja: dienen), jedoch über die beiden Jahrzehnte eine eigene Handschrift zu wahren und ihr in fast 200 Veröffentlichungen Ausdruck zu geben. Der selbstbewusst-lässig Auftretende ist ein gern gesehener Referent, der wohldosiert sein Publikum mit Happen aus der Gesetzesküche füttert.

Festschrift für Eberhard Stilz zum 65. Geburtstag

Am 31.5.2014 zum 65. Geburtstag nach einem Besuch auf dem Hohenasperg überreicht: die Festschrift für Eberhard Stilz. Der Jubilar ist hoher Richter in Baden-Württemberg; insbesondere dem Aktienrecht ist er durch den Kommentar Spindler/Stilz verbunden. Die Beiträge in der Festschrift sind Spiegel und Fundgrube für das zeitgenössische deutsche Gesellschaftsrecht – und daher Pflichtlektüre.

Ehrung für Marcus Lutter

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Marcus Lutter wurde in der vorigen Woche mit einem Preis für sein Lebenswerk geehrt. Den Preis verlieh die größte deutsche Aktionärsvereinigung, die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V., welcher der Geehrte über 40 Jahren mit Rat und Tat zu Seite stand.


Lutter schrieb vor 40 Jahren über den „Aktionär in der Marktwirtschaft“ (Auszüge Google):