Regierungsentwurf eines EHUG

Die Bundesregierung hat heute den Entwurf eines Gesetzes über elektronische Handels- und Unternehmensregister (EHUG) beschlossen. Die Justizministerin erläutert: „Alle wesentlichen offenlegungspflichtigen Unternehmensdaten, wie Registereintragungen oder Jahresabschlüsse werden künftig online abrufbar sein. Anleger, Geschäftspartner und Verbraucher müssen sich die wesentlichen Unternehmensinformationen künftig nicht mehr aus verschiedenen Datenbanken zusammensuchen, sondern können sie ohne nennenswerten Aufwand gebündelt über das Unternehmensregister im Internet abrufen. Für die Unternehmen ist auch die im Entwurf vorgesehene elektronische Führung der Handelsregister von großer Bedeutung. Da die Unterlagen künftig elektronisch eingereicht werden, können Vorgänge elektronisch bearbeitet werden und damit Eintragungen schneller erfolgen.“

Maschinelle Bürokratien – eine Auskunft aus dem (elektronischen) Handelsregister 12/2005

Fiktiver Fall: Bei unserem Unternehmen ruft an ein Herr Müller-Lüdenscheid, der sich als neuer Geschäftsführer unseres gelegentlichen Handelspartners, der XY-GmbH aus Dortmund, vorstellt. Er offeriert ein durchaus interessantes, zeitnah zu entscheidendes Geschäft. Wir wollen eine kurze Abfrage machen, ob Müller-Lüdenscheid tatsächlich für die XY-GmbH spricht. – Änderungen in den Personen der Geschäftsführer sind zur Eintragung in das Handelsregister anzumelden (§ 39 GmbHG). – Sehr gut. Sehen wir also schnell mal nach, denn wir haben gehört, dass es elektronisch zugängliche Handelsregister (§ 9a HGB) mittlerweile gibt: