Das BilMoG in den Editorials

Zwei Edi­to­ri­als zum RefE eines Bil­MoG– gegen­sätz­li­cher könn­ten sie kaum sein. Und es ist nicht so, dass der Ältere am Alten fest­hal­ten möchte und der Jün­gere das Neue begrüßt.

In Der Betrieb” (Nr. 48 v. 30.11.2007) wer­tet RA Prof. Dr. Dr. h.c. Cars­ten P. Claus­sen (Jahr­gang 1927): Der Gesetz­ent­wurf ist behut­sam mit sei­nen Neue­run­gen, bedäch­tig in sei­nen Ein­grif­fen in bewährte Struk­tu­ren und bringt viele ein­lei­tend erwähnte Vor­teile. 2008 wird die Hea­rings brin­gen, bei denen über Details gespro­chen wird, aber die Fun­da­men­ta­lent­schei­dun­gen nicht pro­ble­ma­ti­siert wer­den soll­ten. Damit ist der Weg frei, dass im nächs­ten Jahr das Bilanz­rechts­mo­der­ni­sie­rungs­ge­setz im Bun­des­an­zei­ger gedruckt sein wird, denn poli­tisch bewegt sich der Ent­wurf in einem neu­tra­len Umfeld. Ceterum cen­seo: Ein gelun­ge­nes Werk, das sei­nen Meis­ter ehrt.”

Im Betriebs-Bera­ter” (Nr. 47 v. 15.11.2007) befin­det der Mann­hei­mer Betriebs­wirt­schafts­pro­fes­sor Jens Wüs­te­mann (Jahr­gang 1970) ganz anders: Aus den Fugen: Refe­ren­ten­ent­wurf eines Bilanz­rechts­mo­der­ni­sie­rungs­ge­set­zes — Es dro­hen ein Wan­del im bewähr­ten GoB-Ver­ständ­nis, die Abkehr von zweck­ge­rech­ten Norm­be­grün­dun­gen und eine Ent­ob­jek­ti­vie­rung von Bilanz­in­hal­ten … ein Rück­fall in die über­wun­dene Klein­tei­lig­keit und Belie­big­keit rechts­form­ab­hän­gi­ger Bilan­zie­rung … Schon der Aus­gangs­punkt” der Geset­zes­be­grün­dung im Refe­ren­ten­ent­wurf über­zeugt nicht”.

Mehr zum Thema in der soeben erschie­ne­nen Dezem­ber­aus­gabe von Status:Recht. Ein Edi­to­rial von RA/​StB/​WP Dr. Welf Mül­ler, eine Über­sicht von WP/​StB Dr. Bernd Stibi, eine Bil­MoG-Betrach­tung durch die Steu­er­brille” von Prof. Dr. Ulrich Prinz und Inter­views mit Dr. Chris­toph Ernst (BMJ) und Klaus-Peter Nau­mann (IDW).

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .