Virtuelle HV (oder doch keine?)

Der Regie­rungs­ent­wurf eines Geset­zes über vir­tu­elle Haupt­ver­samm­lun­gen ist auf der Ziel­ge­ra­den. Am Mitt­woch, 22.6.2022 fin­det eine Anhö­rung im BT-Rechts­aus­schuss statt. In der ers­ten Juli­wo­che ist die Ver­ab­schie­dung im Deut­schen Bun­des­tag geplant. Es geht zügig voran, das ist die gute Nach­richt. Die schlechte lau­tet, dass der Gesetz­ent­wurf nicht gut ist. Nach sei­nem Kon­zept ist die vir­tu­elle HV so etwas wie eine große Video­kon­fe­renz. Das mag für klei­nere Akti­en­ge­sell­schaf­ten ange­hen, aber nament­lich für bör­sen­no­tierte AG ist dies unpas­send. Videobei­träge und Fra­gen aus aller Welt zu hand­ha­ben dürfte juris­tisch und tech­nisch die meis­ten Gesell­schaf­ten über­for­dern. Dann wer­den sie doch lie­ber mit der über­schau­ba­ren Zahl phy­sisch prä­sen­ter Aktio­näre (die kei­nes­wegs das Aktio­na­riat reprä­sen­tie­ren) vor­lieb­neh­men, damit hat man Erfah­rung, steht auf …

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Veranstaltung am 28.6 zur Digitalisierung im Gesellschaftsrecht

Im Rah­men der Reihe Forum Unter­neh­mens­recht refe­rie­ren und diskutieren:

  • Notar Dr. Jens Bor­mann (Prä­si­dent der Bun­des­no­tar­kam­mer): Online grün­den, beur­kun­den und regis­trie­ren (zu den Neue­run­gen durch das Gesetz zur Umset­zung der Digi­ta­li­sie­rungs­richt­li­nie und das Ergän­zungs­ge­setz ab August 2022)
  • Aka­de­mi­sche Rätin a. Z. Dr. Lisa Gun­ter­mann (Hein­rich-Heine-Uni­ver­si­tät): Die vir­tu­elle Haupt- und Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung nach künf­ti­ger Rechts­lage (Regie­rungs­ent­wurf April 2022)

Die (kos­ten­freie) Ver­an­stal­tung fin­det statt am 28.6.2022, 18.15 Uhr im Hör­saal 5B, Gebäude 25.11, auf dem Cam­pus der Hein­rich-Heine-Uni­ver­si­tät Düs­sel­dorf (Ein­gang direkt gegen­über dem Haupt­ein­gang des Juri­di­cums). Ver­an­stal­ter ist das Insti­tut für Unter­neh­mens­recht. — Bitte hier anmel­den

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Ab August 2022: Virtuelle Versammlungen bei der GmbH — wenn alle einverstanden sind

Der am 22.3.2022 ver­öf­fent­lichte BMJ-Gesetz­ent­wurf eines DIREG sieht vor (Art. 5 Nr. 2), dem § 48 Absatz 1 GmbHG fol­gen­den Satz anzu­fü­gen: Ver­samm­lun­gen kön­nen auch fern­münd­lich oder mit­tels Video­kom­mu­ni­ka­tion abge­hal­ten wer­den, wenn sämt­li­che Gesell­schaf­ter sich damit in Text­form ein­ver­stan­den erklä­ren.“ Damit kann auch ohne Grund­lage in der GmbH-Sat­zung eine tele­fo­ni­sche oder audio­vi­su­elle Beschluss­fas­sung erfol­gen — wenn alle Gesell­schaf­ter die­sem Ver­fah­ren per E‑Mail u.a. zustim­men. Diese Zustim­mung kann vor der vir­tu­el­len Ver­samm­lung erfol­gen oder in ihr, etwa durch Chatnachricht. 

Auch satzungs­än­dernde Beschlüsse kön­nen in einer Video­ver­samm­lung ein­stim­mig gefasst wer­den, die nota­ri­elle Beur­kun­dung wird dafür eröff­net (Art. 6 Nr. 2 c DIREG). Und über­haupt kann der Gesell­schafts­ver­trag bei Grün­dung einer GmbH künf­tig voll­stän­dig ​…

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MoPeG ‑Veranstaltung am 26.4.2022

Forum Unter­neh­mens­recht am 26. April 2022 um 18 Uhr:

Das MoPeG: Moder­ni­sie­rung des Per­so­nen­ge­sell­schafts­rechts – Fol­gen für die Praxis

Es refe­rie­ren und diskutieren:

  • Prof. Dr. Bar­bara Gru­ne­wald (Uni­ver­si­tät zu Köln; Mit­glied der BMJ-Exper­ten­kom­mis­sion): Ent­wick­lung und Grund­züge des MoPeG
  • RA Prof. Dr. Die­ter Leu­e­ring (FGS): Öff­nung des Rechts der Per­so­nen­han­dels­ge­sell­schaf­ten für die freien Berufe
  • WP Prof. Dr. Ulrich Prinz (YPOG): Bilanz- und steu­er­recht­li­che Fol­gen der Rechts­fä­hig­keit der GbR.

Die Ver­an­stal­tung fin­det statt in der Juris­ti­schen Fakul­tät der Hein­rich-Heine-Uni­ver­si­tät Düs­sel­dorf, Gebäude 24.91, Raum 01.65 (obere Etage, nach der Treppe links).

Aus orga­ni­sa­to­ri­schen Grün­den bit­ten wir um Anmel­dung an: iur@​uni-​duesseldorf.​de

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Virtuelle HV als Satzungsoption — Gesetzentwurf BMJ

Heute ist vom BMJ der Ent­wurf eines Geset­zes zur Ein­füh­rung vir­tu­el­ler Haupt­ver­samm­lun­gen von Akti­en­ge­sell­schaf­ten“ ver­öf­fent­licht wor­den. Er sieht in einem neuen § 118a AktG‑E vor, dass eine vir­tu­elle HV optio­nal zur Saal-Prä­senz-HV durch Sat­zungs­än­de­rung ein­ge­führt wer­den kann. Dafür wer­den detail­lierte Vor­ga­ben gemacht (betr. Audio­vi­deo-Über­tra­gung, Antrags‑, Rede- und Fra­ge­recht der Aktio­näre, hierzu auch § 130a AktG‑E). Über­gangs­weise (bis August 2023) kön­nen Vor­stand und Auf­sichts­rat eine sol­che VHV auch ohne Sat­zungs­er­mäch­ti­gung durch­füh­ren. Damit haben die Gesell­schaf­ten die Mög­lich­keit, in den Haupt­ver­samm­lun­gen 2022/2023 diese Sat­zungs­grund­lage zu schaf­fen. Die vor­ge­se­hene Rege­lung gilt für alle Akti­en­ge­sell­schaf­ten, nicht nur für bör­sen­no­tierte. Und sie gilt für alle Beschlüsse (also auch Umwand­lung, Squeeze-Out, Delisting).

Die Rege­lungs­idee des Refe­ren­ten­ent­wurfs ist grund­sätz­lich …

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