Virtuelle Hauptversammlungen bis 31.8.2022

Heute im Bun­des­tag das Auf­bau­hil­fe­ge­setz 2021. Bei der Gele­gen­heit Art. 15:
§ 7 des Geset­zes über Maß­nah­men im Gesellschafts‑, Genossenschafts‑, Vereins‑, Stif­tungs- und Woh­nungs­ei­gen­tums­recht zur Bekämp­fung der Aus­wir­kun­gen der COVID-19-Pan­de­mie vom 27. März 2020 (BGBl. I S. 569, 570) … wird wie folgt geän­dert: In den Absät­zen 1 bis 3 wer­den jeweils die Wör­ter im Jahr 2020 und im Jahr 2021“ durch die Wör­ter bis ein­schließ­lich 31. August 2022“ ersetzt.

S. auch Dan­werth Gesell­schafts­recht-Blog mit Über­le­gun­gen dazu, wie sich ein Free­dom Day” aus­wir­ken würde.

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Keine Präsenz-HV 2022 für ungeimpfte Aktionäre? (- update -)

Wie geht es wei­ter mit den Haupt­ver­samm­lun­gen 2022? Das COVID-Maß­nah­men­ge­setz („vir­tu­elle HV“) ist auf das Jah­res­ende 2021 beschränkt. Eine Ver­län­ge­rung durch Rechts­ver­ord­nung kommt nicht in Betracht, nur der Bun­des­tag könnte die Gel­tung per Gesetz auf das nächste Jahr ausdehnen. 

Update: Wie man hört soll das am 7.9.2021 in der letz­ten BT-Sit­zung beschlos­sen wer­den: Ver­län­ge­rung bis zum 31.8.2022.

Es ist Bun­des­tags­wahl und danach Regie­rungs­bil­dung, und daher frag­lich, ob diese Ange­le­gen­heit gleich auf der Agenda des neuen Par­la­ments steht. Eine Initia­tive hin­ter den Kulis­sen“, das Akti­en­ge­setz auf die Schnelle zu refor­mie­ren, ist erwart­bar geschei­tert. Also wie geht es weiter?

Ab dem 1.1.2022 gilt (vor­be­halt­lich einer Ver­län­ge­rung, s.o.)

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Bibliographie zu Umlaufbeschlüssen bei der GmbH in der Corona-Zeit

Hier eine Biblio­gra­phie zu die­sem Satz des COVI­D19-Maß­nah­men­ge­set­zes: Abwei­chend von § 48 Absatz 2 des Geset­zes betref­fend die Gesell­schaf­ten mit beschränk­ter Haf­tung kön­nen Beschlüsse der Gesell­schaf­ter in Text­form oder durch schrift­li­che Abgabe der Stim­men auch ohne Ein­ver­ständ­nis sämt­li­cher Gesell­schaf­ter gefasst wer­den.” (Art. 2 § 2): (zur vir­tu­el­len HV s. hier) — gilt bis zum 31.8.2022!

  • Reichert/​Knoche, Schrift­li­ches Umlauf­ver­fah­ren und prä­senz­lose Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung in der GmbH, — vor, wäh­rend und nach der COVID-19-Pan­de­mie, GmbHR 2020461;
  • Bochmann/​Cziupka in GmbH-Hand­buch, Rz. I 1702 (171. Lie­fe­rung 2020);
  • BeckOK GmbHG/​Schind­ler, 43. Ed. 1.4.2020, GmbHG § 48 Rz. 
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GmbH hip

Die GmbH ist die belieb­teste Rechts­form. Wirk­lich nicht neu, doch durch neu­este Zah­len ein­drucks­voll bekräf­tigt. 1 376 420 Exem­plare sind per 1.1.2021 in deut­schen Han­dels­re­gis­tern ver­merkt. Dazu kom­men noch 163 507 in der Light-Ver­sion der UG (haf­tungs­be­schränkt). Über 1,5 Mio. GmbH (und UG h.) also. — Ganz anders die Köni­gin der Rechts­for­men”. Die Zahl der Akti­en­ge­sell­schaf­ten geht zurück, zus. mit der KGaA sind es nur 14 261 Ein­hei­ten. Die SE nimmt hin­ge­gen zu: 718 an der Zahl. Ins­ge­samt also knapp 15 000 AG (KGaA, SE).

Bei den Per­so­nen­han­dels­ge­sell­schaf­ten sieht es so aus: 22 854 OHG und 284 405 KG.

Die Zah­len sind dem Bei­trag von Prof. em. Dr. …

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Festschrift für Barbara Grunewald (update)

Eine wirk­lich große Fest­schrift mit apar­ter Ver­lags­an­nonce: Von Hoch­ka­rä­tern für die Grande Dame des Gesell­schafts­rechts”. Als Som­mer-Strand-Lek­türe nicht geeig­net, im Profi-Arbeits­um­feld hin­ge­gen unver­zicht­bar. So bin ich etwa dabei, für die 23. Auf­lage des Baumbach/​Hueck GmbHG die Bei­träge von Alt­mep­pen („Öff­nungs­klau­seln und Kern­be­reichs­lehre”), Casper („Die Figur der Sat­zungs­durch­bre­chung”) und Pentz („Schrift­li­che Beschluss­fas­sung bei der GmbH in Corona-Zei­ten”), Schö­del („Gesamt­ver­mö­gens­ge­schäft und unge­schrie­bene Zustän­dig­kei­ten der Gesel­laf­ter­ver­samm­lung”) sowie Schnei­der sen. u. jun. („Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten bei der Ent­las­tung der Mit­glie­der des Auf­sichts­rats einer GmbH”) ein­zu­ar­bei­ten. Jeder im Gesell­schafts­recht Tätige wird für sei­nen Bereich etwas ent­de­cken, viel­leicht zu Regress­fra­gen bei der Vor­stand­s­haf­tung je die Bei­träge von Guntermann/​Noack und Spind­ler. Hof­fent­lich ist auch noch Zeit für die Lek­türe von Sei­berts Bei­trag über

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