Wie geht es eigentlich … der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)?

Gut. Vor fast zehn Jah­ren (zum 1.11.2008) gesetz­lich ein­ge­führt (§ 5a GmbHG), hat die Unter­neh­mer­ge­sell­schaft (haf­tungs­be­schränkt) eine steile Kar­riere hin­ge­legt. Am Jah­res­an­fang 2018 gibt es mitt­ler­weile 150 450 Unter­neh­mer­ge­sell­schaf­ten (Quelle: Unter­neh­mens­re­gis­ter). Befürch­tet wurde eine große Plei­te­welle ange­sichts des gerin­gen Stamm­ka­pi­tals. Sie ist aus­ge­blie­ben. Das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt weist eine Quote von ca. 2% der UG (haf­tungs­be­schränkt) aus, die in die Insol­venz gehen (jeweils für die Jahre 2013 – 2017), davon die Hälfte mas­se­los. Bei der GmbH sind es aller­dings nur ca. 0,7%, davon ein Drit­tel mas­se­los.

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2 Kommentare

  1. Also eine ca. 3 mal höhere Insol­venz­an­fäl­lig­keit, und dazu deut­lich nied­ri­gere Masse, nur so als War­nung für die, die sich mit einer UG ein­las­sen und ihr Häusle bauen/​renovieren wol­len. Eine wahre Erfolgs­story. Inter­es­sant wäre auch die Sta­tis­tik für Löschun­gen nach § 394 FamFG wegen Ver­mö­gens­lo­sig­keit. Da kann man sich gut vor­stel­len, dass die UG auch recht erfolg­reich ist, veg­li­chen mit der nor­ma­len GmbH. Nicht umsonst steht bei man­chen das Kür­zel UG” für Unter Gau­nern”.

  2. Ich kann mich da nur anschlie­ßen; als jemand, der in Sta­tis­tik aus­ge­bil­det wurde, kann ich nur sagen: Was nutzt denn die beste Daten­ba­sis, wenn diese an der Rea­li­tät fast völ­lig vor­bei geht. Inter­es­sant wäre in der Tat die Frage, wie­viel % der UG´s ordent­lich liqui­diert wer­den und wie viele ein Staats­be­gräb­nis” nach § 394 FamFG bekom­men; gefühlt” nach den Erfah­run­gen der Pra­xis sind es 98 % Staats­be­gräb­nisse”, womit man sich die Zah­len zum ordent­li­chen Liqui­da­ti­ons­ver­fah­ren auch ans Knie nageln” kann.….

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