DSW fordert Hauptversammlungsbeschluss über Linde-Praxair-Fusion

DSW-Pres­se­mit­tei­lung vom 7. März 2017: Die geplante Fusion der bei­den Indus­trie­ga­seher­stel­ler Linde und Pra­x­air nimmt immer wei­ter Gestalt an. Weder ein­be­zo­gen noch aus­rei­chend infor­miert wur­den bis­her aller­dings die Aktio­näre der Linde AG. Das will die DSW (Deut­sche Schutz­ver­ei­ni­gung für Wert­pa­pier­be­sitz) nun ändern und for­dert, dass die Fusi­ons­pläne den Linde-Anteils­eig­nern auf der Haupt­ver­samm­lung am 10. Mai zur Abstim­mung vor­ge­legt wer­den.

Die mit der Fusion ver­bun­de­nen Ver­än­de­run­gen wären dra­ma­tisch. Da es an die Struk­tur des Unter­neh­mens geht, kann es nicht sein, dass eine Ent­schei­dung von sol­cher Trag­weite kom­plett an den Aktio­nä­ren vor­bei getrof­fen wird“, sagt DSW-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Marc Tüng­ler. Hier soll ein völ­lig neues Unter­neh­men ent­ste­hen – mit ande­rer Struk­tur, unter ande­rem Rechts­re­gime, mit einem deut­li­chen Schwer­punkt in den USA. Linde, wie es die Aktio­näre bis­her kann­ten, würde auf­hö­ren zu exis­tie­ren“, ergänzt Daniela Berg­dolt, DSW-Vize­prä­si­den­tin und lang­jäh­rige DSW-Ver­tre­te­rin auf Linde-Haupt­ver­samm­lun­gen. Sollte das Linde-Manage­ment nicht auf unse­ren Vor­schlag ein­ge­hen, die Tages­ord­nung der Haupt­ver­samm­lung ent­spre­chend zu erwei­tern, stre­ben wir an, die Agenda der HV gemäß Para­graph 122 Akti­en­ge­setz um die­sen Punkt zu ergän­zen“, so Tüng­ler.

Aus Sicht der Anle­ger­schüt­zer wäre der mit der Fusion ver­bun­dene Ein­griff in die Unter­neh­mens­struk­tur der­art dra­ma­tisch, dass eine Ände­rung in die Sat­zung der Linde-AG not­wen­dig würde. Das zeigt schon die Tat­sa­che, dass extra eine neue Gesell­schaft gegrün­det wurde oder wer­den soll, die den Linde-Aktio­nä­ren dann ein Umtausch­an­ge­bot für ihre Anteils­scheine machen wird. Ein Bar­ab­fin­dungs­an­ge­bot, was immer­hin eine echte Wahl­mög­lich­keit für die Aktio­näre dar­stel­len würde, wird dabei zudem nicht offe­riert “, erläu­tert Tüng­ler. Wir sind davon über­zeugt, dass Linde recht­lich dazu ver­pflich­tet ist, in die­ser wesent­li­chen Frage die Aktio­näre mit ein­zu­be­zie­hen“, unter­streicht Berg­dolt. (…)”.

Bei Daim­ler-Chrys­ler gab es einen HV-Beschluss (1998). Lange her. Zeit für Holz­mül­ler 4.0 ?

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