Neues im ZGR-Streit: Heribert Hirte bleibt ausgeschlossen

Das Land­ge­richt Hei­del­berg hat mit Urteil v. 29.3.2018 für Recht erkannt: Die einst­wei­lige Ver­fü­gung des Land­ge­richts Hei­del­berg vom 30. 11.2017 — 5 O 226/17 — wird auf­ge­ho­ben. … Der Ver­fü­gungs­klä­ger kann nicht ver­lan­gen, als Gesell­schaf­ter der Ver­fü­gungs­be­klag­ten zu 11) und 12) sowie als Chief Mana­ging Edi­tor und Mit­glied des Edi­to­rial Boards der Beklag­ten zu 12) behan­delt zu wer­den. Er ist nach § 737 BGB wirk­sam aus den Gesell­schaf­ten aus­ge­schlos­sen wor­den und hat in der Folge auch die ihm nur als Gesell­schaf­ter der Ver­fü­gungs­be­klag­ten zu 11) zuste­hen­den Ämter bei der Ver­fü­gungs­be­klag­ten zu 12) ver­lo­ren.“

Hin­ter­grund ist der Streit im ZGR-Her­aus­ge­ber­kreis (Ver­fü­gungs­be­klagte zu 11) und im per­so­nen­glei­chen ECFR-Her­aus­ge­ber­kreis (Ver­fü­gungs­be­klagte zu 12). Beide Her­aus­ge­ber­kreise wer­den als BGB-Gesell­schaft ein­ge­ord­net. H.Hirte hatte eine einst­wei­lige Ver­fü­gung gegen sei­nen Aus­schluss erstrit­ten. (mehr …)

Allgemeines Personen Personengesellschaft

Bruno Kropff †

Prof. Dr. Bruno Kropff, einer der Väter des Akti­en­ge­set­zes 1965, ist am 17.10.2017 in Bonn ver­stor­ben. Noch auf dem Sym­po­sion zum 50. Jah­res­tag des AktG hat er eine beein­dru­ckende Rede zur Kon­zep­tion und Ent­ste­hung des Geset­zes gehal­ten (ZGR-Son­der­heft 19). Im Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­rium hat Bruno Kropff (mit E.Geßler und Döl­le­rer) den Refe­ren­ten­ent­wurf des Akti­en­ge­set­zes ver­fasst, die Gesetz­ge­bung beglei­tet und in einem viel­zi­tier­ten Werk doku­men­tiert. Seit 1990 war er Hono­rar­pro­fes­sor an der Uni­ver­si­tät Bonn. Die 2. Auf­lage des Mün­che­ner Kom­men­tars zum AktG wurde von ihm (neben J.Semler) mit her­aus­ge­ge­ben. 1997 erhielt er eine Fest­schrift.

Allgemeines Personen

Festschrift für Claus-Wilhelm Canaris zum 80. Geburtstag

Die soeben erschie­nene 2. Fest­schrift für Cana­ris ist mit Pri­vat­rechts­dog­ma­tik im 21. Jahr­hun­dert” beti­telt. Rund 60 hoch­re­nom­mierte Zivil­rechts­leh­rer aus dem In- und Aus­land wür­di­gen den Jubi­lar daher durch grund­le­gende, aktu­elle Bei­träge zur Zivil­rechts­dog­ma­tik”, heißt es in der Ankün­di­gung. Ob aktu­ell” und grund­le­gend” zusam­men­pas­sen, sei dahin­ge­stellt. Jeden­falls fin­det der mit dem Unter­neh­mens­recht Befasste einige Auf­sätze, die sein Inter­esse wecken (s. Inhalts­ver­zeich­nis). Voran steht der Bei­trag von Mathias Haber­sack über Pri­vat­rechts­dog­ma­tik und Gesell­schafts­recht”, der eine Summe der Rechts­ent­wick­lung seit etwa 40 Jah­ren zieht, die von rich­ter­li­cher Rechts­fort­bil­dung im leb­haf­ten Dia­log mit der Rechts­wis­sen­schaft geprägt war sowie einem akti­ven natio­na­len und euro­päi­schen Gesetz­ge­ber.

Personen

Manfred Lieb †

Im Alter von 82 Jah­ren ist Prof. Dr. Man­fred Lieb, Eme­ri­tus der Uni­ver­si­tät zu Köln, ver­stor­ben. Nach Jah­ren in der Jus­tiz­pra­xis habi­li­tierte er sich 1970 an der Uni­ver­si­tät Tübin­gen (bei Prof. Dr. Zöll­ner) und wurde danach auf den Lehr­stuhl für Bür­ger­li­ches Recht, Arbeits- und Han­dels­recht in Köln beru­fen. Er war Mit­her­aus­ge­ber der AcP von 1974 – 2001 und in den acht­zi­ger Jah­ren neben­amt­li­cher Rich­ter am OLG. Mit tief­schür­fen­den Bei­trä­gen zum Pri­vat­recht, zum Arbeits- und zum Han­dels- und Gesell­schafts­recht hat er sich einen Namen gemacht.

Personen

Festschrift für Theodor Baums zum 70. Geburtstag

Eine in Qua­li­tät und Quan­ti­tät große Fest­schrift ist vor zwei Tagen dem Jubi­lar über­reicht wor­den. Theo­dor Baums kann sich an 87 Bei­trä­gen sei­ner Freunde und Kol­le­gen zum deut­schen, euro­päi­schen und inter­na­tio­na­len Wirt­schafts­recht erfreuen. Mit ihm berei­chert sind alle im Unter­neh­mens­recht Täti­gen, die in den zwei Bän­den gewiss wei­ter­füh­rende Über­le­gun­gen für ihre For­schung und Pra­xis fin­den wer­den.

Personen

RiBGH a.D. Prof. Dr. Lutz Strohn im Ruhestand

Mit Beginn des Februar 2017 ist der stell­ver­tre­tende Vor­sit­zende des II. Zivil­se­nats des BGH nach Errei­chen der Alters­grenze in den Ruhe­stand getre­ten. Lutz Strohn gehörte dem BGH seit dem Jahr 2003 an. Zuvor war er — nach Lehr­stuhl­mit­ar­beit und Pro­mo­tion (1977) bei Her­bert Wie­de­mann in Köln — am LG Wup­per­tal bzw. OLG Düs­sel­dorf tätig. Vor 25 Jah­ren unter­stützte er die gerade gegrün­dete Juris­ti­sche Fakul­tät in Düs­sel­dorf mit Begleit­ver­an­stal­tun­gen für Stu­di­en­an­fän­ger — und dann wie­der als Lehr­be­auf­trag­ter seit 2007 mit dem Gegen­stand: Höchst­rich­ter­li­che Recht­spre­chung zum Gesell­schafts­recht. Im Jahr 2013 ver­lieh ihm die Hein­rich-Heine-Uni­ver­si­tät die Würde eines Hono­rar­pro­fes­sors. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren fan­den von Prof. Dr. Strohn betreute Exkur­sio­nen und Semi­nare beim BGH statt, die den Teil­neh­mern (aus Düs­sel­dorf, Ham­burg, Bonn) einen guten Ein­blick in der Arbeits­weise des Senats ver­mit­tel­ten; s. die­sen Bericht über die Januar-Exkur­sion.

Personen