Erwerb eigener Aktien: BaFin ändert Verwaltungspraxis

Die Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht ist jetzt auch der — von Anfang an zutref­fen­den — Mei­nung, dass der Erwerb eige­ner Aktien durch eine Akti­en­ge­sell­schaft (s. § 71 AktG) nicht den Vor­schrif­ten des Wert­pa­pie­rer­werbs- und Über­nah­me­ge­set­zes unter­liegt. Das frü­here dies­be­züg­li­che Merk­blatt” mit der gegen­tei­li­gen Behör­den­auf­fas­sung habe keine Gül­tig­keit mehr. Dann wäre das ja geklärt.

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Neues WpÜG in Kraft getreten

Das Gesetz zur Umset­zung der Richt­li­nie 2004/25/EG des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 21. April 2004 betref­fend Über­nah­me­an­ge­bote (Über­nah­me­richt­li­nie-Umset­zungs­ge­setz) wurde im BGBl. I 2006, 1426 ff. vom 13.07.2006 Nr. 31 ver­kün­det. Es ist am 14.7.2006 in Kraft getre­ten — bis auf Bestim­mun­gen über die Publi­ka­tion im elek­tro­ni­schen Bun­des­an­zei­ger: die Art. 1 Nr. 10 Buch­stabe a, Nr. 11, 13, 20, 21 tre­ten am 1.1.2007 in Kraft.

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Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz: Anhörung im Finanzausschuss

Der Finanz­aus­schuss des Deut­schen Bun­des­ta­ges hat am 10.5. eine Anhö­rung zu dem Ent­wurf eines Über­nah­me­richt­li­nie-Umset­zungs­ge­set­zes ver­an­stal­tet. Dabei waren der Zen­trale Kre­dit­aus­schuss der deut­schen Ban­ken, die Deut­sche Börse AG, die Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht, der Bun­des­ver­band der Deut­schen Indus­trie,
der Deut­sche Gewerk­schafts­bund, die Alli­anz AG, die Deut­sche Schutz­ver­ei­ni­gung für Wert­pa­pier­be­sitz, das Insti­tut der Wirt­schafts­prü­fer in Deutsch­land, die Schutz­ge­mein­schaft der Kapi­tal­an­le­ger, der Ver­band der Aus­lands­ban­ken in Deutsch­land, der Bun­des­ver­band Invest­ment und Asset Manage­ment, der Deut­sche Anwalts­ver­ein, das Deut­sche Akti­en­in­sti­tut sowie zwölf Ein­zel­sach­ver­stän­dige.

Aus der Pres­se­mit­tei­lung des Deut­schen Bun­des­tags:

Der Bun­des­ver­band der Deut­schen Indus­trie befür­wor­tete den Ent­wurf. In vie­len Punk­ten komme er den Inter­es­sen der deut­schen Wirt­schaft ent­ge­gen. Aller­dings schlage man eine Her­ab­set­zung der Schwelle für ein so genann­tes …

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Haben Porsche und das Land Niedersachsen kein Stimmrecht bei der VW AG?

Der bri­ti­sche Fonds Her­mes will ver­mu­tete Abspra­chen zwi­schen den Groß­ak­tio­nä­ren der VW AG geprüft wis­sen (so berich­tet die Finan­cial Times über einen ihr vor­lie­gen­den Brief an VW): Her­mes is con­cer­ned the agree­ment could be a con­cert party”. If evi­dence of an agree­ment emer­ges, the con­se­quen­ces for the share­hol­ders … could be rather dra­ma­tic, inclu­ding a loss of voting and divi­dend rights or the requi­re­ment to launch a take­over bid”, the let­ter says.”

Das Land Nie­der­sach­sen hält 20,75% und die Dr. Ing. h.c. F. Por­sche AG hält 21,28% der Stimm­rechte an der Volks­wa­gen AG (Bör­sen­zei­tung v. 26.4., S. 9). Die Anga­ben im Geschäfts­be­richt 2005 der VW AG

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Kodexgemäße Amtsniederlegung im Aufsichtsrat der Schering AG

Die Amts­nie­der­le­gung eines Mit­glieds des Auf­sichts­rats ist akti­en­ge­setz­lich nicht gere­gelt. Der Deut­sche Cor­po­rate Gover­nance Kodex emp­fiehlt: Wesent­li­che und nicht nur vor­über­ge­hende Inter­es­sen­kon­flikte in der Per­son eines Auf­sichts­rats­mit­glieds sol­len zur Been­di­gung des Man­dats füh­ren.” (Nr. 5.5.3. Satz 2).

Vor­stand und Auf­sichts­rat der Sche­ring AG haben 2005 die fol­gende Ent­spre­chens­er­klä­rung gemäß § 161 AktG beschlos­sen: Die Sche­ring AG ent­spricht sämt­li­chen Emp­feh­lun­gen des Deut­schen Cor­po­rate Gover­nance Kodex in der Fas­sung vom 2. Juni 2005.”

Und sie hal­ten sich daran. Die Sche­ring AG gab heute bekannt, dass Her­mann-Josef Lam­berti sein Man­dat als Mit­glied des Auf­sichts­rats der Sche­ring AG zur Ver­mei­dung eines Inter­es­sen­kon­flikts” nie­der­ge­legt hat. — Hin­ter­grund: Die feind­li­che” …

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Merck vs. Schering: Bewährungsprobe für das WpÜG

Heute mor­gen vor Bör­sen­er­öff­nung nun auch die Ad-hoc-Mel­dung der Merck KGaA (s. vor­ste­hen­den Ein­trag). Bie­ter (§ 2 Abs. 4 WpÜG) ist die Merck Vierte Betei­li­gungs­ge­sell­schaft mbH, Darm­stadt (eine 100%ige Toch­ter­ge­sell­schaft). 

Die Merck KGaA (gemein­sam han­delnde Per­son iSv § 2 Abs. 5 WpÜG) bringt auf ihrer Inter­net­seite eine aus­führ­li­che und trans­pa­rente Zusam­men­stel­lung der bis­he­ri­gen Doku­mente, ua auch eine Web­cast Pres­se­kon­fe­renz, die zur­zeit läuft (direk­ter Link nicht mög­lich, man muss sich erst durch aller­lei Beleh­run­gen kli­cken).

Auch die Sche­ring AG hat eine aus­ge­zeich­nete Inves­tor-Rela­tion-Seite im Inter­net, auch zur Aktio­närs­struk­tur, die ja für das Über­nah­me­an­ge­bot von hohem Inter­esse ist.

Diese feind­li­che” Über­nahme ist die erste ganz große in Deutsch­land seit Inkraft­tre­ten des WpÜG 2002 und wird damit auch zu einer Bewäh­rungs­probe …

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Feindliche Übernahme am Sonntagabend

Heute zwi­schen 16 und 17 Uhr mel­det die Sche­ring AG in einer ad hoc-Mit­tei­lung:
Die Sche­ring AG wurde am Wochen­ende von Reprä­sen­tan­ten der Merck KGaA über die Absicht unter­rich­tet, ein Bar-Ange­bot für Sche­ring in Höhe von 77 Euro je Aktie abzu­ge­ben. Nach­dem die Infor­ma­tion öffent­lich gewor­den ist, betont der Vor­stand von Sche­ring seine Über­zeu­gung, dass die­ses Ange­bot die Gesell­schaft und ihre Zukunfts­aus­sich­ten als unab­hän­gi­ger Phar­maspe­zia­list erheb­lich unter­be­wer­tet. Sche­ring bestä­tigt, dass die­ses Ange­bot unauf­ge­for­dert abge­ge­ben wurde und Sche­ring nicht in Ver­hand­lun­gen mit der Merck KGaA steht.”

Was sagt die Merck KGaA? Auf deren Home­page ?xml:namespace pre­fix = st1 ns = urn:schemas-microsoft-com:office:smarttags” /> und nach Pres­se­be­rich­ten bis­lang nichts, also keine sofor­tige Ver­öf­fent­li­chung von Insi­der­infor­ma­tio­nen” …

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